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Klare Forderung: Umgehung Alsdorf sofort. Bundestagsabgeordneter Erwin Rüddel fordert vom Land, dass endlich gehandelt wird.

18.06.2013

Als der Demonstrationszug durch den Ort zog, gab es auch immer wieder viel Zustimmung von Anliegern zu den Forderungen der Demonstranten. Anlieger erzählten von Begebenheiten an der Straße. Bianca Willwacher verwies auf immer wieder sehr gefährliche Situationen am Zebrastreifen bei der Grundschule, Klaus Rusteberg erinnerte an den Unfallschwerpunkt in der kurvenreichen Ortsmitte. Er hat die Befürchtung, dass es hier einmal zu einem ganz schlimmen Unfall kommen wird. Dirk Stockschläder, er wohnt unterhalb einer Stützmauer der Ortsdurchfahrt, berichtet von Gegenständen, die aus Fahrzeugen aufs Hausdach fliegen. Die Tochter leide sehr darunter.

Der Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel fordert vom Land, dass endlich gehandelt wird. Beim Siegkreisel in Betzdorf habe der Bund alles bezahlt. „Nun muss das Land bei der Umgehung Alsdorf liefern.“ Auch Rüddel erinnerte daran, dass in Rheinland-Pfalz Straßen gebaut werden. Nur im Norden bewege sich nichts.

Die Ratsmitglieder Markus Stangier, Peter Imhäuser, Rudolf Staudt und Marcus Hehn waren neben vielen anderen mit für die Organisation der Demonstration verantwortlich. Initiiert wurde auch eine Unterschriftenaktion, um in Mainz Druck zu machen. Am 24. Juni ist die Umgehung Thema im Rat Alsdorf.

Landrat Michael Lieber merkte man am Freitag bei der Abschlusskundgebung in Höhe der Alsdorfer Tankstelle noch an, dass er immer noch ziemlich sauer über diese Entscheidung des Landes ist. „Wir können nicht hinnehmen, dass das sang- und klanglos eingestellt wurde.“ Lieber machte deutlich, dass die Umgehung gebraucht wird. „Für die Menschen vor Ort und auch die Wirtschaft, die vernünftige Verkehrsanbindungen braucht.“ Der Norden des Landes dürfe beim Straßenbau nicht abgehängt werden, wurde der Landrat deutlich. „Was in anderen Landesteilen möglich ist, das muss auch hier in der Region möglich sein.“ Da erinnerte Lieber daran, dass die Umgehung Teil eines Verkehrskonzeptes für die Region ist. Dass die Umgehung Steineroth kommen muss, ist für ihn ebenso klar.

M Alsdorf. Das war eine beeindruckende Demonstration am Freitag durch Alsdorf. Rund 300 Bürger, nicht nur aus Alsdorf, zogen über die Hauptstraße durch den Ort. Ihre deutliche Forderung: Die Umgehung Alsdorf muss her – und zwar sofort. Denn Lärm, Gestank und gefährliche Situationen im Bereich der Landesstraße wollen sie nicht mehr länger erdulden. 13 000 Fahrzeuge täglich, darunter viele Lkw, das reicht den Bürgern. Mit einer Umgehung, fertige Pläne liegen in der Schublade, könnten 80, wenn nicht sogar 85 Prozent des Verkehrs aus dem Ort herausgehalten werden. Pläne, die im Zusammenhang mit der Umgehung Betzdorf/Alsdorf bereits in der Planfeststellung waren. Doch vergangenen November wurden sie vom Land begraben, da eine Finanzierung nicht in Sichtweite sei.

Nicht nur Landrat Lieber hofft, dass dieses Protestsignal der Alsdorfer in Mainz gehört wird. Auch Betzdorfs Bürgermeister Bernd Brato machte unmissverständlich deutlich, dass die Planungen für die Umgehung Alsdorf sofort wieder aufgenommen werden müssen. Da sei man in Richtung Mainz auch ständig dran. Infrastrukturminister Roger Lewentz werde bald in Alsdorf sein. Alle Redner der Kundgebung machten auch deutlich, dass vor Ort Einigkeit für die Umgehung besteht.

Protest Über 300 Teilnehmer bei Demonstrationszug durch den Ort – Alle verlangen: Planungen zügig wieder aufnehmen

Sehr erfreut zeigte sich Lieber darüber, dass im Ort so viele Menschen demonstrierten und kräftig die Stimme für die Umgehung erhoben. Dieser Einsatz der Bürger freute auch die Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel (CDU), Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) und den Landtagsabgeordneten Thorsten Wehner (SPD). MdL Michael Wäschenbach (CDU) war auf der Rückreise von Berlin.

 

Weniger direkt fordernd zeigte sich der Landtagsabgeordnete Thorsten Wehner. Er erinnerte an die Finanzsituation des Landes. Da sei es schwierig, eine Umgehung Betzdorf und Alsdorf für 60 Millionen Euro zu finanzieren. Insofern sei die Entscheidung des Landes ein Stück Ehrlichkeit gewesen. Wehner erinnerte daran, dass das Land aktuell den Hellerkreisel in Betzdorf plane und auch die Umgehung Steineroth anstehe. Aber auch Wehner will sich dafür einsetzen, dass eine praktikable Lösung für die Umgehung Alsdorf gefunden wird. Das gehe aber nicht in zwei oder drei Jahren. Ortsbürgermeister Paul Schwan erinnerte noch einmal an die langen Diskussionen zur Umgehung. Seit vier Jahrzehnten hat er das verfolgt. 1997 habe man sich einstimmig für die nun vorliegende Trasse der Umgehung ausgesprochen. Vielleicht war es ein Fehler, dass die Planungen gemeinsam mit der Umgehung Betzdorf gelaufen sind. Das sieht auch Betzdorfs Bürgermeister Bernd Brato so.

 

RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Samstag, 15. Juni 2013, Seite 17 (0 Views)

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