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Die Junge Union im Kreis Altenkirchen lud zusammen mit der Kreis-Senioren-Union ein zum Thema: Medizinische Versorgung

06.09.2013

Wichtige Fragen, viele Fakten und Erkenntnisse und vor allem gute Antworten und Lösungsansätze.

In wenigen Jahren wird die ärztliche Versorgung sehr viel schwieriger sein!“, so lautet das Ergebnis aus einem Treffen zwischen Bundestagsabgeordnetem Erwin Rüddel (CDU) und Henning Weil, Facharzt für Allgemeinmedizin aus Betzdorf.
Zum Thema „Kann man bald noch krank werden?“ hatten die Junge Union im Kreis Altenkirchen und die Kreis-Seniorenunion am vergangenen Donnerstag in die Betzdorfer Stadthalle geladen. Moderator Simon Bäumer, 1. Vorsitzender der Betzdorfer JU, moderierte das Forum, das die Theorie mit dem Abgeordneten des Bundestags Gesundheitsauschusses Rüddel und der Praxis mit Henning Weil verband. Weil stellte fest, dass in wenigen Jahren auf die Hälfte der Allgemeinmediziner die gleiche Anzahl an Bürger kommt, also für die verbleibenden Ärzte das doppelte an Patienten. Viele Ärzte in der Region scheiden nach und nach altersbedingt aus dem Dienst aus, junge Ärzte gibt es nicht, die nachkommen. Für Rüddel und Weil ist klar, dass man viel früher hätte anfangen müssen, das Problem anzupacken.

Rüddel verrät, dass das Gesundheitssystem bundesweit mit 25 Milliarden Euro Rücklagen gut ausgestattet ist. Aber weil der Arztberuf doch wegen hoher psychischer Belastung, hoher Bürokratie und relativ geringer Entlohnung einen schlechten Ruf hat, fehlen Nachwuchsmediziner. Hinzu kommt, dass die Statistik belegt: Es gibt fast ausschließlich Medizinerinnen. Ein erster Ansatz laut Rüddel ist, dass durch die Auswahl weg vom numerus clausus hin zu Tauglichkeitstests der Medizinstudiengang potentiell für alle geöffnet wird. Dazu setzt man mit Stipendien für Medizinstudenten Köder, um junge Ärzte aufs Land zu holen. Außerdem will man die Planungsbezirke verkleinern, damit man z.B. als Altenkirchener nicht zum CT nach Betzdorf fahren muss. Weil fordert zudem, dass auch die ländlichen Krankenhäuser auf eine solide Finanzierung hoffen können. Eine Möglichkeit laut Rüddel wäre es auch, den medizinischen Fachangestellten mehr Kompetenzen zuzusprechen, sodass man eben nicht mehr wegen jeder Kleinigkeit den Arzt sehen muss.

Konkret für die ländlichen Regionen bedeutet das alles zunächst einmal, dass die jetzt noch hohe und gute ärztliche Versorgung im Oberkreis noch einige Jahre vorhalten wird. „In circa 10 Jahren wird man sich aber auf drastische Veränderungen einstellen müssen“, so Weil. Weitere Anfahrtswege und längere Wartezeiten nannten beide Referenten hier als Hauptprobleme. Wenn man bedenkt, dass vom Studienbeginn Medizin bis hin zum rundum fertigen Allgemeinarzt circa 10 bis 12 Jahre vergehen, kann man sich ausmalen auf welche Versorgungslücke man sich einstellen muss, wenn die Anreize für ein Medizinstudium jetzt sofort greifen würden.

admin

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