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Martin Schulz: Wahlkämpfer mit gespaltener Zunge – MdEP Werner Langen kritisiert Wahlkampfauftritt des SPD-Spitzenkandidaten

06.05.2014

Mainz/Koblenz. Den 90-minütigen Wahlkampfeinsatz von Parlamentspräsident Martin Schulz bei einer SPD-Veranstaltung in Mainz kommentiert der CDU-Europaabgeordnete Dr. Werner Langen:

1. Als Präsident des Europäischen Parlaments hat Martin Schulz das Gesamtparlament bis zur Neuwahl zu vertreten. Dies hat er leider wiederholt in den vergangenen Monaten vermissen lassen, wenn er als SPD-Spitzenkandidat vor allem in Südeuropa die insgesamt erfolgreiche Europa-Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel heftig kritisiert und das Neutralitätsgebot missachtet hat.

2. Da er für das Spitzenamt einer anderen europäischen Institution antritt (der EU-Kommission), hätte er sein Amt ruhen lassen sollen, wie die sechs EU-Kommissare, die ebenfalls für eine andere Institution, nämlich das EU-Parlament, kandidieren. Dies hat er verweigert und stattdessen leider die notwendige Trennung vermissen lassen.

3. Die inhaltlichen Äußerungen und Wahlaussagen von Sozialisten und insbesondere von Herrn Schulz passen nicht zur Realität der abgelaufenen Wahlperiode und dem konkreten Verhalten des jetzigen Parlamentspräsidenten und führenden Fraktionsvorsitzenden, seiner sozialistischen Fraktion und den Werbeaussagen im Wahlkampf.

a) Herr Schulz wettert in Südeuropa gegen die erfolgreiche Euro-Politik der Bundeskanzlerin, Solidarität nur gegen eigene Reformanstrengungen zu geben, verspricht Euro-Bonds, gemeinsame Verschuldung und ist für eine weitere Erhöhung der Schulden in den Krisenstaaten.

b) Herr Schulz verteidigt reformunwillige sozialistische Regierungen und fordert eine erneute Aufweichung des Stabilitätspakts für Frankreich, wie schon Herr Schröder vor 10 Jahren.

c) Herr Schulz fordert jetzt plötzlich weniger Detailregelungen der EU – obwohl seine sozialistische Fraktion in den vergangenen Jahren ständig mit Kommunisten und Grünen für noch mehr Vorschriften, für Bevormundung der Verbraucher und Bürger mit immer mehr Detailregelungen gestimmt hat.

d) Herr Schulz äußert jetzt plötzlich Vorbehalte gegen eine EU-Vollmitgliedschaft der Türkei, obwohl er und seine Fraktion ständig die Beschleunigung der Verhandlungen mit einem baldigen Beitritt als Ergebnis fordern.

e) Herr Schulz fordert mehr Sozialpolitik in Europa, obwohl er wissen müsste, dass dies nach wie vor vorrangige nationale Aufgabe ist und ohne Vertragsänderungen scheitern wird und obwohl er wissen sollte, dass eine Angleichung von Standards eindeutig und zwangsläufig zu Lasten des hohen skandinavischen und deutschen Niveaus gehen werde.

f) Herr Schulz ist für eine neue Stufe der Verschuldung in Europa, obwohl Deutschland in der EUROZONE die „Schuldenbremse“ durchgesetzt hat.

Herr Schulz als „Häuptling gespaltene Zunge“ redet im Süden anders als im Norden, bei offiziellen Anlässen anders als sozialistischer Spitzenkandidat. Er war nicht bereit, sein Amt als Parlamentspräsident ruhen zu lassen und an einen seiner 14 Stellvertreter, die nicht für die EU-Kommission kandidieren, vorübergehend bis zur Wahl, weiterzugeben.

Als Kandidat für das Amt des Kommissionspräsidenten zeichnet ihn eine seltene Überheblichkeit und Arroganz, gepaart mit mangelnder Regierungserfahrung und diplomatischer „Feinfühligkeit“ aus, die wie der „Elefant im Porzellanladen“ einhergeht. Schulz, so Langen, wolle ein Europa, in dem Deutschland für die Reformunwilligkeit anderer Staaten zahlen solle. „Wir wollen das auf keinen Fall – und die Mehrheit der Deutschen auch nicht.“

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