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Große Anfrage der CDU-Landtagsfraktion zur Physiotherapie – Dr. Peter Enders: Schulgeld streichen – Ausbildung muss kostenfrei sein

10.07.2014

Mainz. „Auch im Bereich der Physiotherapie droht eine Unterversorgung. Deshalb muss der Zugang zu einer entsprechenden Ausbildung durch Kostenfreiheit attraktiver gemacht werden“, sagt der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Dr. Peter Enders – und dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Physiotherapie für die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung von zentraler Bedeutung sei. Diese werde weiter wachsen. Physiotherapeuten würden immer häufiger zur Behandlung von älteren und chronisch kranken Menschen hinzugezogen. Die Antwort der Landesregierung auf eine Große Anfrage seiner Fraktion zur Physiotherapie in Rheinland-Pfalz belege den Handlungsbedarf, so Enders.

Noch wächst zwar die Anzahl der zugelassenen Physiotherapiepraxen in Rheinland-Pfalz. Seit 2009 hat sie sich von 1858 auf 1997 erhöht. Ende 2013 waren 6255 Physiotherapeuten sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Nach der Arbeitsmarktanalyse „Branchen-Monitoring“ lag aber bereits im Jahr 2010 eine Fachkräftelücke von 196 Personen vor. Bis zum Jahr 2020 wird sich diese auf 360 Personen vergrößern, wenn keine Maßnahmen zur Fachkräftesicherung in der Physiotherapie ergriffen werden.

„Die demografische Entwicklung stellt uns auch in diesem Bereich vor große Herausforderungen. Denn nicht nur die Zahl älterer Menschen, die Leistungen des Gesundheitswesens und der Pflege in Anspruch nehmen, wird steigen. Parallel dazu wird sich auch die Zahl junger Menschen verringern, die für eine Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen in Frage kommen. Wir müssen deshalb mögliche Hürden für eine entsprechende Berufswahl abbauen, so die Forderung des CDU-Politikers. „Dazu zählt das Schulgeld, das von den 13 Physiotherapieschulen in privater Trägerschaft erhoben wird. Sie  tragen wesentlich die Ausbildung. Aber auch die übrigen sechs Ausbildungseinrichtungen in öffentlicher Trägerschaft werden zum Teil über Gebühren finanziert. Pro Person fallen in Rheinland-Pfalz durchschnittlich Schulgeldkosten in Höhe von 327 Euro monatlich an. Das gefährdet die Zukunft der Physiotherapie. Hier muss die Landesregierung handeln.“

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