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Jugend- und Spielerschutz muss gewährleistet sein

27.09.2017
„Jugend- und Spielerschutz“ standen bei (v.li.) Dr. Bernd Klich, Jörg Meurer, Erwin Rüddel und Margrit Klich im Mittelpunkt des Gesprächs.

Erwin Rüddel: „Legales gewerbliches Spiel mit Bedacht regulieren“

 

Betzdorf. Um die Situation und Auswirkungen von Spielhallen ging es bei einem Treffen des heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel mit dem Geschäftsführer des Deutschen Automaten-Großhandels-Verbandes e.V. Rechtsanwalt Jörg Meurer sowie dem Spielhallenbetreiber-Ehepaar Dr. Bernd und Margrit Klich. Dabei waren sich die Beteiligten einig, dass generell Jugend- und Spielerschutz zu gewährleisten sind.

 

Bei dem Treffen wurden verschiedene Themenkomplexe angesprochen. So beklagen die Spielhallen-Vertreter, die zu den Spielhallen von der Mainzer Landesregierung erlassenen Abstandregelungen. Die sehen pauschal einen 500 m weiten Luftlinie-Radius zu einer weiteren konkurrierenden Spielhalle vor, obwohl diese dann teilweise fußläufig nur sehr aufwendig zu erreichen seien und damit ihren eigentlichen Zweck, den Jugendschutz, nicht erfüllten.

 

„Dies bedeutet, dass bisherige Kundenkreise, aufgrund eines wegen Abstandsregelungen reduzierten Spielhallenangebotes, in benachbarte Regionen, beispielsweise nach Nordrhein-Westfalen, abwandern werden, da es dort wesentlich günstigere gesetzliche Vorgaben gibt. Hierbei sehen wir auch die Problematik, dass Nutzer in die Illegalität abdriften könnten und dass dabei der Jugendschutz aus den Augen verloren wird. Jugendschutz ist seriösen Spielhallenbetreibern aber sehr wichtig“, unterstrich Dr. Klich.

 

Das oft im Zusammenhang mit Spielhallen genannte gesundheits- und existenzbedrohende Thema „Spielsucht“ wurde ebenfalls erörtert. Dazu betonte Erwin Rüddel, der dem Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages angehört: „Als Gesundheitspolitiker ist mir die Prävention von Spielsucht und der Spielerschutz wichtig. Dafür darf man aber nicht pauschalisieren und mit zu viel Regulierung die Spieler und Anbieter in die Illegalität zwingen. Spiel und Sportwetten sind für viele Menschen selbstbestimmte Freizeitmöglichkeiten und tausende Arbeitsplätze sind mit dem Angebot verbunden.“

 

So seien unter den Angestellten bei Spielanbietern 75 Prozent Frauen. Ebenso trügen Unternehmer mit legalen Angeboten durch ihre Abgaben zur Stärkung der Kommunen bei. Deshalb sei es wichtig, das Gespräch zwischen Spielanbietern, Vertretern des Hilfesystems und der Politik weiter zu fördern. „Das legale gewerbliche Spiel muss mit Bedacht reguliert werden, dass eine Abwanderung der Nutzer in die Illegalität unbedingt verhindert wird“, bekräftigte Erwin Rüddel.

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